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Bericht über das Abschlusskolloquium des Vorhabens Wissenschaftsbeziehungen im 19. Jahrhundert zwischen Deutschland und Russland auf den Gebieten Chemie, 
Pharmazie und Medizin am 26.10.2018


Das Akademievorhaben Wissenschaftsbeziehungen im 19. Jahrhundert zwischen Deutschland und Russland auf den Gebieten Chemie, Pharmazie und Medizin ist 2018 nach zwölf Jahren zu Ende gegangen; eine Auslauffinanzierung begleitet 2019 noch die Drucklegung von abgeschlossenen Manuskripten und sichert insbesondere die Personendatenbank, die wesentliche Ergebnisse online zur Verfügung stellt. 


Es war bei der letzten Evaluierung 2014 ein ausdrücklicher Wunsch der Gutachter gewesen, zum Abschluss und als eine Art Fazit die Erkenntnisse des Projekts mit nationaler Legendenbildung und Erinnerungskulturen auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte zu kontrastieren. Diese Anregung wurde im Abschlusskolloquium umgesetzt. Als kulturhistorische Einleitung gab Prof. Dirk van Laak (Lehrstuhl für Deutsche und Europäische Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts an der Universität Leipzig) eine Übersicht über gängige Narrative in der Darstellung deutsch-russischer Beziehungen auf den unterschiedlichsten Gebieten. Anschließend rief Prof. Heiner Kaden (Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig) die komplizierte Vorgeschichte des Antrags zum Vorhaben ins Gedächtnis.1 Den Hauptteil der Veranstaltung bildeten die Vorträge der drei Mitarbeiterinnen des Projekts, die im Folgenden in Kurzfassung referiert werden. Abschließend präsentierte der Nervenarzt Birk Engmann (Fachklinikum Brandis) die Ergebnisse aus dem von ihm erstellten biographischen Lexikon zur Psychiatrie­geschichte; er hatte sich als externer Wissenschaftler mit dem Themengebiet des Projekts beschäftigt und in dessen Schriftenreihe Relationes zwei Bände veröffentlicht.2

Die Arbeitsstellenleiterin Dr. Marta Fischer stellte in ihrem Vortrag Interessantes und Kurioses aus den biobibliographischen Lexika zur Medizin vor. Grundlagenforschung in Form solcher Lexika gehörte zu den zentralen Aufgaben des Akademie-Projekts; insgesamt sind neun Bände erschienen.3 Berücksichtigt wurden grenzüberschreitend wirkende bzw. wirksame Akteure, also deutsche Gelehrte in Russland, Deutschstämmige aus Russland, Deutschbalten, russische Mediziner mit Studien- und Forschungsaufenthalten im deutschsprachigen Raum und Absolventen des Professoreninstituts an der Universität Dorpat. Formales Kriterium für die Personenauswahl waren Sterbejahre ab ca. 1805 und Geburtsjahre bis ca. 1885. Zu rund 900 Personen wurden Artikel mit Angaben von Lebensdaten, Genealogie, Ausbildung, beruflichem Werdegang, Ehrungen, Arbeitsweise, erschienenen Publikationen und Portraits erstellt.4 Widersprüchliche Informationen und Falschdaten aus vorliegenden Nachschlagewerken wurden überprüft und anhand von Originalquellen und archivalischem Material korrigiert. 


Aus den Lebensläufen werden nicht nur viele Details der wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sichtbar; man begegnet auch ungewöhnlichen Schicksalen. Deutsche, in Russland lebende Deutschstämmige und Deutschbalten spielten z. B. als kaiserliche Leibärzte eine führende Rolle. Sie waren zu Treue und Verschwiegenheit verpflichtet, aber durchaus auch an Intrigen beteiligt. So hielt sich zum Tod von Kaiser Nikolaj I. (1796–1855) am 18. Februar / 2. März 1855 das Gerücht, er sei von seinen Leibärzten Philipp (von) Karell5 (1806–1886) und Martin (von) Mandt6 (1799–1858) vergiftet worden. Obwohl Mandt unmittelbar nach dem Tod des Kaisers aus Russland zurück nach Deutschland flüchtete, wurde eine Vergiftung nicht nachgewiesen. Karell blieb nach Nikolajs Tod der Leibarzt der Witwe Aleksandra Fëdorovna, geb. Charlotte von Preußen, (1798–1860) und wurde ab 1861 auch Leibarzt Aleksandrs II. (1818–1881). Der letzte kaiserliche Leibarzt Evgenij Sergeevič Botkin7 (1865–1918) erfüllte seine ärztliche Pflicht gegenüber Nikolaj II. (1868–1918) auch nach dessen Sturz, begleitete die Zarenfamilie in die Verbannung und wurde gemeinsam mit ihr am 17. Juli 1918 in Ekaterinburg erschossen. Am 3. Februar 2016 wurde er von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.


Die Neugründungen von Universitäten im Russischen Reich zu Beginn des 19. Jahrhunderts erforderten die Besetzung von zahlreichen Lehrstühlen. In der kurzen Zeitspanne zwischen 1802 und 1811 wurden an den drei Universitäten Moskau, Char’kov und Kazan’ 46 Deutsche, davon 8 Mediziner, angestellt.8 Ausgewählte Kuratoren hatten zur Aufgabe, bekannte, erfahrene und erfolgreiche Personen aus dem Ausland auszuwählen, vorwiegend mithilfe von sogenannten »Berufungsagenten«. Zu diesen gehörten der Göttinger Philosoph Christoph Meiners (1747–1810) und sogar Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), die gemeinsam mit dem Kurator der Universität Char’kov, Graf Severin Osipovič Potockij (1762–1829), einem Garnisonsarzt auf der Festung Königstein in Sachsen, Friedrich Wilhelm Dreyssig9 (1770–1819), zu einem Ruf an die Universität verhalfen. Dreyssig leitete in Char’kov 1807–1819 den Lehrstuhl für Pathologie, Therapie und Klinik, war 1813–1815 Dekan der Medizinischen Fakultät und ab 1814 erster Direktor der neugegründeten Therapeutischen Klinik. 


Die Universität Dorpat hatte im Russischen Reich eine Sonderstellung. Sie gehörte geographisch und politisch zwar zum Russischen Reich und unterstand dem St. Petersburger Ministerium für Volksbildung, aber bis zur Umstrukturierung zur Russischen Kaiserlichen Universität Jur’ev (1893) bildeten ausländische Gelehrte die Professorenschaft, vorwiegend Deutsche, und die Vorlesungen wurden auf Deutsch oder Latein gehalten. Die Universität Dorpat war die Hauptbildungsstätte der Deutschbalten, von denen viele bedeutende Wissenschaftler wurden. Bekannt sind z. B. Rudolf Buchheim10 (1820–1879) und Bernhard Naunyn11 (1839–1925). Der Gründer des Leipziger Pharmakologischen Instituts Rudolf Boehm12 (1844–1926) lehrte neun Jahre lang »Arzneimittellehre« in Dorpat, wechselte aber 1881 wegen bereits beginnender Russi­fizierung der Universität zuerst nach Marburg und dann nach Leipzig. 


Das Schicksal von zwei der ehemaligen Studenten, Adolf Strümpell13 (1853–1925) und Wladimir Mintz14 (1872–1944), nahm einen unterschiedlichen Weg: Strümpell wurde Professor in Erlangen, Breslau, Wien und Leipzig und als Arzt und Wissenschaftler weit über die Grenzen hinaus bekannt. Strümpell war zwischen März und Mai 1923 für einige Wochen einer der sechs behandelnden ausländischen Ärzte von Vladimir Il’ič Lenin (1870–1924) nach dessen drittem Schlaganfall. Wladimir Mintz, Chirurgie-Professor an der Universität Moskau, hatte Lenin bereits vorher behandelt, indem er dessen Schussverletzung nach dem Anschlag vom 30. August 1918 erfolgreich operierte. Mintz konnte später nach Lettland zurückkehren und als Professor und Arzt arbeiten, sogar während seiner Zwangsevakuierung im Rigaer Ghetto 1941–1943. Als er jedoch die Operation von drei NS-Offizieren verweigerte, wurde er in das KZ Riga-Kaiserwald und 1944 über das KZ Stutthof nach Buchenwald deportiert. Dort starb er an Hunger und Erschöpfung.


Als Vorbereitung auf eine universitäre Laufbahn oder eine Karriere an der Mediko-Chirurgischen/Militärmedizinischen Akademie in St. Petersburg schickte man Absolventen zwecks Weiterbildung zu berühmten Lehrern ins Ausland. Die Kandidaten veröffentlichten die während der Studienaufenthalte erzielten Forschungsergebnisse in deutschen Zeitschriften und verwendeten sie oft für ihre Dissertationen. Eines der zahlreichen Beispiele ist die Publikation von Viktor Vasil’evič Pašutin15 (1845–1901) in den Berichten unserer Akademie.16 Der Pharmakologe Benjamin Stadion17 (1831 – nach 1889) begann seine Forschungen zum Thallium während seiner Weiterbildungsreise 1864–1865 in Tübingen, wo er dessen toxikologische Wirkung nachwies. Nach seiner Rückkehr nach Russland wurden die Untersuchungen fortgesetzt und veröffentlicht.


Julij Karlovič Šimanovskij18 (1829–1868), Absolvent der Universität Dorpat, Chirurgie-Professor an der Universität Helsingfors und Ordinarius für Pathologische Chirurgie und Operative (Militär-)Chirurgie an den Universität Kiev, veröffentlichte einen Bericht über seine Reise von September bis Dezember 1859 auch auf Deutsch in vier Teilen in der Medizinischen Zeitung Russlands Bd. 17 (1860), Nr. 3, 4, 5 und 6. In Teil I (»Der zurückgelegte Weg«) beschreibt er ausführlich neben seinen Forschungserfahrungen die Route über Dorpat und Riga: Erst Königsberg, dann vier Wochen Berlin, dann Halle, von dort ging er nach Jena über Weimar, Gotha, Erfurt und Eisenach, danach nach Leipzig, Dresden, Teplitz, Prag und Wien, dann über Linz, Gmünden, Ischl und St. Wolfgang nach Salzburg, von dort nach München, danach über Augsburg und Lindau nach Bern und Zürich, über Romanshorn, Friedrichshafen und Ulm nach Reutlingen, von dort »zu Fuß« nach Tübingen, darauf wieder über Reutlingen und Stuttgart nach Heidelberg, besuchte »am selben Tag« Darmstadt und fuhr am folgenden Tag von Mainz »mit einem Dampfschiff« nach Koblenz, dann »auf Eisenbahn« nach Köln und mit »dem Eilzug« nach Hannover, weiter nach Göttingen, Marburg, Gießen und Frankfurt a. M. Von Frankfurt zog er nach Würzburg, der letzten Universität auf seinem Reiseplan, dann fuhr er aber noch am selben Tag über Bamberg, Hof und Altenburg nach Leipzig. Zwischenzeitlich bestieg er die Wartburg und den Inselsberg im Thüringer Wald, den Schafberg im Salzkammergut, den Rigi in der Schweiz, wanderte durch Ruhla nach Bad Liebenstein, machte kurze Ausflüge nach Tharand, Freiberg und in die Sächsische Schweiz. Auf der Rückreise ging es noch einmal nach Dresden, Berlin und dann eilends über Königsberg, Mitau, Riga, Dorpat und Reval wieder in den Norden. Dieses unglaubliche Pensum in vier Monaten schaffte er nach seinen Worten durch »das dichte Eisenbahnnetz Deutschlands und de[n] wohlgeordnete[n] Anschluss der Züge«.


Zuletzt noch ein Hinweis auf eine der zahlreichen wissenschaftlichen Dynastien: Michail Fedorovič Kandaratskij19 (1854–1912), Professor für Chirurgie an der Universität Kazan’, war der Schwiegervater von Vladimir Michajlovič Bechterevs20 (1857–1927) Tochter Ekaterina Vladimirovna Bechtereva (1889–?). Eine Kuriosität verbindet sich dagegen mit dem Grab von Kandaratskij, das bis 2007 existierte. Der Grabstein wurde dann an eine andere Stelle versetzt und auf der Rückseite neu beschriftet. Der »Nachnutzer« »Dr. der Medizin Valerian Sergeevič Kandaratskij« war jedoch nachweislich nicht verwandt, nur ein Namensvetter.21

Dr. Elena Roussanova berichtete im Anschluss über ihre Aufgabengebiete Deutsch-russische Wissenschaftsbeziehungen in Pharmazie und Chemie. Zum ersten Mal wurden diese in ihrem ganzen Umfang erfasst und in einer handbuchartigen Darstellung vorgestellt.22 Sowohl in Deutschland als auch in Russland mangelte es bislang an einem Gesamtbild; vor allem die Pharmazie galt als terra incognita. 


Es war zwar zu vermuten gewesen, dass deutsche bzw. deutschstämmige Wissenschaftler auf die Entwicklung der Pharmazie in Russland großen Einfluss ausgeübt haben, überprüft worden war diese Vermutung bislang aber noch nicht. Erst die Projektarbeit erbrachte zahlreiche Nachweise, die diese These in vollem Umfang bestätigen. Bei den ersten Vertretern des Faches Pharmazie an den im 19. Jahrhundert im Russischen Kaiserreich existierenden Universitäten handelte es sich ausschließlich um deutsche bzw. um deutschstämmige Personen. Die Verhältnisse in der Chemie sehen etwas anders aus, aber auch da ist ein starker Einfluss deutscher Forscher festzustellen.


Es wurde erstmals das gesamte Territorium des Russischen Kaiserreichs im 19. Jahrhundert mit allen akademischen Institutionen, an denen auf dem Gebiet der Pharmazie geforscht und gelehrt wurde, berücksichtigt, also die Ostseeprovinzen mit Dorpat, die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg, die Medizinisch-Chirurgischen Akademien und alle Kaiserlichen Universitäten, die im 19. Jahrhundert bestanden: Moskau, Kazan’, Char’kov, Vil’na, St. Petersburg, Kiev, Odessa und Tomsk plus Helsingfors und Warschau. Bis zum Jahre 1878, dem Jahr der Gründung der Universität Tomsk, lagen alle akademischen Institutionen des Russischen Kaiserreichs in dessen europäischem Teil.


Analysiert wurden unter qualitativen und quantitativen Aspekten Apotheken, akademische Institutionen und wissenschaftliche Gesellschaften. Als Orientierung für die Darstellung dienten die »Dimensionen«, die der Wissenschaftshistoriker Dietrich von Engelhardt als Programm für die Erforschung von internationalen Wissenschaftsbeziehungen genannt hat:23 Sprachkenntnisse, Übersetzungen; Rezensionen, Referate, Bibliographien; Bibliotheksbestände; Korrespondenz, persönliche Kontakte; Reiseberichte; Tagebücher, Biographien; Universitätsstudium, Forschungsaufenthalte; Mitgliedschaften in Akademien und Gesellschaften; Rezeption und Resonanz in Theorie und Praxis. Hinzu kam noch eine wichtige neue »Dimension«, und zwar die Publikationen russischer Wissenschaftler in deutscher Sprache und in deutschen Zeitschriften. Deren große Zahl spricht dafür, dass das Ausmaß des Wissenstransfers von Russland nach Deutschland besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowohl quantitativ als auch qualitativ immens war. Besonders deutlich tritt dies in der Chemie zutage. Hierfür nur zwei Beispiele:


Bereits in früheren Arbeiten ist festgestellt worden, dass die deutsche Übersetzung von Aleksandr Michajlovič Butlerovs (1828–1886) Lehrbuch der Organischen Chemie aus dem Jahr 1868 (die russische Ausgabe erschien 1864) die neue Ära des Einflusses russischer Chemiker auf die deutsche Chemie einleitete. Dabei wurden jedoch die zahlreichen Abhandlungen Butlerovs in den renommiertesten deutschen Zeitschriften übersehen, so etwa in der Zeitschrift für Chemie (und Pharmacie) sowie in den Annalen der Chemie (und Pharmacie), später Justus Liebig’s Annalen genannt. 


Die deutsche Übersetzung von Dmitrij Ivanovič Mendeleevs (1837–1907) Grundlagen der Chemie (russische Ausgabe 1869–1871, 7 Auflagen) erschien 1890 in St. Petersburg und zwei Jahre später auch in Leipzig. Dass daneben in großer Zahl auch Abhandlungen Mendeleevs in deutschen Zeitschriften (Zeitschrift für Chemie, Annalen der Chemie, Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft) veröffentlicht wurden, ist bei der Erforschung der deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen bislang kaum wahrgenommen worden. Mendeleev gehörte außerdem zum Redaktionskollegium der Zeitschrift für physikalische Chemie sowie der Zeitschrift für Anorganische Chemie.


Eine Neuentdeckung war die Zusammenarbeit des Pharmazeutischen Vereins in Bayern (gegr. 1815) und der Pharmazeutischen Gesellschaft zu St. Petersburg (gegr. 1818). Anhand von Quellen wurde nachgewiesen, dass der Verein in Bayern für die Petersburger Gesellschaft eine Vorbildfunktion ausübte und sein Einfluss auf die Petersburger »Schwester« entsprechend bedeutsam war. Zwischen den Pharmazeuten in Bayern und ihren Fachkollegen in Russland entwickelten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts enge persön­liche Verbindungen, die für die Entwicklung der Pharmazie in beiden Ländern von erheblichem Vorteil waren. 


Eine weitere interessante Entdeckung war die herausragende Rolle der Universität Jena: Im 19. Jahrhundert haben 37 Personen, die in Russland auf dem Gebiet der Pharmazie tätig waren, an einer westeuropäischen deutschsprachigen Universität den Doktorgrad erworben, 12 von ihnen allein in Jena. Dieser Umstand ist dem an der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelt gewesenen Sonderforschungsbereich Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800 entgangen.


Ein Kernstück der Darstellung der Forschungsergebnisse bilden Biobibliographien der berücksichtigten Personen. Es wurden 850 Biogramme von Pharmazeuten erstellt, darunter 60 ausführlichere Biobibliographien. Für die Chemie wurden etwa 100 Biobibliographien erarbeitet. Das Augenmerk wurde dabei vor allem auf die deutsch-russischen Beziehungen gerichtet, und hierbei wurden sogar für bekannte Personen bislang unbekannte Details entdeckt:


Dass der Entdecker des einzigen im 19. Jahrhundert im Russischen Kaiserreich entdeckten Elementes, des Rutheniums, der in Dorpat geborene Apotheker Carl Claus (1796–1864), seinen ersten Doktorgrad 1835 an der Universität Jena in absentia erworben hat, findet man in keiner Biographie von Claus erwähnt, auch nicht in der Schriftenreihe Klassiker der Wissenschaften, in der in den 1950er Jahren in der UdSSR ausgewählte Arbeiten von Claus herausgegeben wurden. Empfohlen hatte ihn der Dorpater Chemieprofessor Carl Christian Traugott Friedemann Göbel (1794–1851), der einst in Jena gewirkt hatte. Gutachter von Claus’ Dissertation war der berühmte Johann Wolfgang Döbereiner (1780–1849). 


Karl Weltzien (1813–1870), immerhin einer der Organisatoren des ersten internationalen Chemiker-Kongresses in Karlsruhe 1860, wurde in St. Petersburg geboren. Lange Zeit war er Professor für Chemie am Polytechnikum in Karlsruhe. Sein Laboratorium galt damals als vorbildlich. Bislang gibt es keine Biographie Weltziens, auch nicht in der Deutschen Biographie. Nun hat Weltzien wenigstens einen umfangreichen biobibliographischen Eintrag be­kommen.


Auch der Genderaspekt – sowohl in der Pharmazie als auch in der Che-
mie – wurde nicht vergessen: Auf die Pionierrolle russischer Frauen, was das Studium der Naturwissenschaften betrifft, ist in den letzten Jahren bereits in zahlreichen Arbeiten hingewiesen worden. In dem Projekt wurden hierzu weitere neue Erkenntnisse gewonnen. Die Zulassung von Frauen zum Apothekerberuf geschah in Russland bereits im Jahre 1888, in Deutschland nach langen öffentlichen Debatten erst 11 Jahre später, 1899. Somit lieferten russische Mitstreiterinnen deutschen Frauen ein gutes Vorbild und wiesen ihnen den Weg in den Beruf: 1902 erschien ein Bericht über Weibliche Pharmazeuten in Russland in der Apotheker-Zeitung, 1905 ein Bericht über Russland aus der Feder der Frauenrechtlerin Kaethe Schirmacher (1865–1930).


In beiden Berichten ist »Fräulein Lesnevskaja« genannt. Als eine der Pio­nierinnen war Antonina Boleslavovna Lesnevskaja (1866–1937) Hörerin an der Militär-Medizinischen Akademie in St. Petersburg, wo sie ihre Examina bestand. 1901 eröffnete sie in der russischen Hauptstadt eine Frauenapotheke, die sie auch leitete. Dieser Apotheke angeschlossen war eine Pharmazieschule für Frauen.


Ein weiteres Beispiel ist die russische Chemikerin Anna Volkova (gest. 1876). Bereits im Jahr 1870 wurden eine von ihr verfasste Abhandlung in der Zeitschrift für Chemie sowie ein Bericht über ihre Forschungen in St. Petersburg in den Berichten der deutschen chemischen Gesellschaft zu Berlin veröffentlicht. Diese Abhandlung von »Fräulein Wolkoff« wurde 1872 in der Sitzung der Deutschen chemischen Gesellschaft verlesen; den Vorsitz hatte damals der Gründungspräsident der Gesellschaft, August Wilhelm (von) Hofmann (1818–1892).


Die erste Frau, die im Fach Chemie promoviert wurde, und zwar 1874 in Göttingen, war eine Russin, Julija Lermontova (1846–1919). Zuvor hatte sie (als erste Chemikerin) in Heidelberg und in Berlin studiert. Eine der ersten habilitierten Frauen und die erste ordentliche Professorin in Deutschland, Margarete von Wrangell (1877–1932), stammte ebenfalls aus dem Russischen Kaiserreich. Sie studierte an der Universität Tübingen, wurde dort promoviert und bildete sich u. a. bei Marie Curie (1867–1934) in Paris weiter. 1923 erhielt sie die ordentliche Professur für Pflanzenernährungslehre an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim bei Stuttgart und wurde dort Leiterin des neu­gegründeten, speziell für ihre Forschungen geschaffenen Instituts für Pflan­zenernährung.


Schließlich stellte Dr. Oxana Kosenko Il’ja Mečnikov, Nikolaj Pirogov und Eduard Winter jenseits von Ideologisierung und Heroisierung vor. Sie berichtete damit aus ihrer Arbeit zum Entstehungsprozess der Immunologie,24 zur Biografie des russischen Chirurgen Nikolaj Pirogov (1810–1881), der einen wesentlichen Beitrag zum deutsch-russischen Austausch auf dem Gebiet der Chirurgie bzw. klinischen Medizin geleistet hat,25 sowie zur Kontextualisierung des Akademievorhabens innerhalb der langen Tradition der Erforschung der Wissenschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland.26

Verzerrungen in der bisherigen Historiografie wurden maßgeblich durch Ideologisierung der Geschichte und die Heroisierung von identitätsstiftenden Persönlichkeiten bedingt. Der Stellenwert des Heroischen unterliegt in der diachronen Betrachtung allerdings starken Schwankungen. So wurden der Immunologe und Nobelpreisträger Il’ja Mecnikov (1845–1916) und der Chirurg Nikolaj Pirogov in Russland bzw. der Sowjetunion als Helden verehrt. Il’ja Mečnikov, der Begründer der Theorie der zellulären Immunität und somit einer der Väter der Immunologie, ist trotzdem bis heute mit keiner wissenschaftlichen Biografie gewürdigt worden, die auf überprüften Quellen gründet. Seine umfangreiche und im wissenschaftshistorischen Sinne wichtige Korrespondenz mit den westeuropäischen, vor allem deutschen, Wissenschaftlern, lag kaum beachtet im Archiv der Russländischen Akademie der Wissenschaften in Moskau. In der Sowjetzeit wurden diese Quellen für Ausländer unzugänglich und die sowjetischen Historiker beschäftigten sich mit der Auswertung und der Herausgabe der Werke Mečnikovs. Dabei wurden unliebsame Stellen getilgt, was ebenfalls ein umfassendes Verständnis seiner Immunitätslehre verhinderte. Mečnikovs Entdeckung der zellulären Immunantwort wurde immer als genialer Gedankenblitz dargestellt. Aus Respekt vor dem Nationalhelden folgten die sowjetischen Biografen der Erzähllogik seiner Egodokumente und seiner Autobiografie, ohne sie dabei kritisch zu hinterfragen. Die Kampfmetaphorik Mečnikovs, der von »Angriffen« der deutschen Kollegen und der »Abwehr« seiner Lehre sprach, prägte auch die späteren wissenschaftshistorischen Darstellungen.


Nun sollten nicht Legenden zerstört und Mečnikov von seinem Podest als Nationalheld gestoßen werden, sondern es ging um eine Analyse der wissenschaftlichen Kommunikation mit seinen deutschen Kollegen bei der Entfaltung seiner Immunitätslehre und der Abgrenzung von der alternativen (humoralen) Schule der Immunologen: Diese Kommunikation erwies sich nicht etwa als »Krieg« zwischen den beiden Schulen, sondern als ein kontinuierlicher Dialog, in dem auch Wissenstransfer und Austausch stattfanden, allen voran mit dem Embryologen Ernst Haeckel (1834–1919). Die beiden Schulen der Immunitätslehre stellten sich in Anwendung der Erkenntnistheorie des Wissenschaftshistorikers Ludwik Fleck (1896–1961) als zwei verschiedene Denkkollektive dar, was erklärte, wer Mečnikovs Anhänger waren, warum seine Entdeckung auf Unverständnis vieler Ärzte und Bakteriologen stieß, wie er auf Kritik reagierte, warum die Argumente der einen Schule nicht von der anderen akzeptiert wurden und wie die neuen Entdeckungen dem jeweiligen Denkstil angepasst oder aber ignoriert wurden. Der Dialog wies insofern keinen nationalen oder territorialen Charakter auf (Russland in Verbindung mit Frankreich gegen Deutschland), wie es von vielen Wissenschaftshistorikern behauptet worden war.


Nikolaj Pirogov, der noch heute als bekanntester Arzt Russlands gilt, war seinerzeit unbestrittener Protagonist der Chirurgie und genoss auch unter seinen ausländischen Kollegen großes Ansehen. Seine anatomischen Atlanten gelten als Fundament der modernen topografischen Anatomie und der Chirurgie. Von Pirogov stammt die Idee der Knochenplastik, die eine breite Rezeption unter den Chirurgen fand. Die nach ihm benannte Operation zur Amputation des Fußes ist – teilweise mit Modifikationen – bis heute anwendbar. Pirogov gilt zu Recht als Pionier der Äthernarkose, Begründer des feldchirurgischen Managements und Studien- bzw. Bildungsreformer. Trotzdem ist er in Deutschland fast völlig in Vergessenheit geraten. Innerhalb des Projekts wurden der Prozess des Vergessens und die Reaktivierung des Andenkens an den russischen Chirurgen untersucht:


Die Glorifizierung Pirogovs fand ihren Höhepunkt nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion und fiel mit der Kampagne gegen den »Kosmopolitismus« und die »Kriecherei vor dem Westen« zusammen, so dass Pirogov auch Entdeckungen zugeschrieben wurden, die er nie machte, z. B. die Begründung der Antisepsis. In zahlreichen Biografien wurde seine Autorität unter den westlichen Ärzten und Gelehrten betont, obwohl niemand den Versuch unternahm, den wissenschaftlichen Austausch mit den westlichen, vor allem deutschen, Kollegen auf einer breiteren Quellenbasis zu erforschen. Wie im Fall Mecnikovs zog man es vor, dem Erzählduktus von Pirogovs Memoiren zu folgen. Die zahlreichen, auch negativen Rezensionen seiner Werke wurden nie thematisiert. Pirogov wurde beispielsweise bei der Anwendung von Medikamenten stark kritisiert, da ihm die damaligen Behandlungsstandards offenbar nicht bekannt waren. Allerdings war das Problem der Spezialisierung in der Medizin damals ein weit diskutiertes Thema und die »Internisten« beäugten alle Grenzüberschreitungen auf ihr Gebiet mit Misstrauen. Ansonsten wurden die erwähnten Memoiren Pirogovs außerhalb von Biografien nur sehr wenig benutzt, ganz zu schweigen von ihrer Rezeption in ausländischen medizinhistorischen Studien.27

Abschließend sei der deutschböhmische Historiker Eduard Winter (1896–1982) hervorgehoben, dem es gelang, die Geschichte der deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen zu einer der zentralen Forschungsrichtungen in der DDR-Historiografie zu machen. Winter gehört zu den schillerndsten Vertretern der Osteuropäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nacheinander war er katholischer Priester, Mitarbeiter der SS-nahen Reinhard-Heydrich-Stiftung und schließlich Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR. Immer beschäftigte er sich mit denselben Themen und war am Ende seines Lebens davon überzeugt, stets der Völkerverständigung gedient zu haben. Von ihm waren auch Othmar Feyl (1914–1999) und Günter Mühlpfordt (1921–2017) und somit zwei Generationen von Osteuropahistorikern beeinflusst. 


Die Aufsätze Winters, die er für das Amtsblatt des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren schrieb, behaupteten eine Priorität der deutschen Kultur in der böhmischen Kulturgeschichte und propagierten die Zugehörigkeit der böhmischen Länder zum Deutschen Reich. Die von der Kulturträger-Theorie inspirierte Beschäftigung Winters mit dem »deutschen Kultureinfluss im Osten« und sein Programm der »Kulturgrenzforschung« wurden nach dem Kriegsende in die Erforschung der »deutsch-slavischen Wechselseitigkeit« umgeschmolzen. Die Idee der Wechselseitigkeit entwickelte Winter gemeinsam mit dem sowjetischen Literaturwissenschaftler Pavel Berkov (1896–1969). Winter unternahm dabei den Versuch, die Modernisierung Osteuropas als der westeuropäischen Aufklärung ebenbürtig darzustellen. Die These von der »deutsch-slavischen Wechselseitigkeit« wurde nicht nur von sowjetischen Historikern unterstützt und weiterentwickelt, sondern stieß auch auf das Interesse der westlichen Historiker. 


Die Perspektive auf Wissens- und Wissenschaftstransfer hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Es geht nicht mehr um einen Export der modernen westeuropäischen Naturwissenschaften in »vorwissenschaftliche« Kulturen, sondern es werden verstärkt Verschränkungen zwischen indigenen und westeuropäischen Wissenssystemen betrachtet. Eben dieser Aspekt wurde in den Studien von Winters Schülern erarbeitet und weckt nun auch seitens der Kulturgeschichte ein reges Interesse. 


  1. 1Ausführlich dazu Heiner Kaden, »Zur Vorgeschichte des Projekts ›Wissenschaftsbeziehungen im 19. Jahrhundert zwischen Deutschland und Russland auf den Gebieten Chemie, Pharmazie und Medizin‹«, in Ortrun Riha und Marta Fischer (Hg.), Wissenschaft als Kommunikationsraum (Relationes 6), Aachen 2011, S. 19–26.

  2. 2Birk Engmann, Nervenärzte. Deutsch-russische Wissenschaftsbeziehungen im 
19. Jahrhundert auf den Gebieten Psychiatrie, Neuropathologie und Neurologie. Ein biobibliographisches Lexikon (Relationes 22), Aachen 2018; ders., »Beginn einer ruhmvollen Laufbahn«. Deutsch-russische Wissenschaftsbeziehungen auf dem Gebiet der Nervenheilkunde im 19. Jahrhundert (Relationes 26), Aachen 2018.

  3. 3Vgl. https://www.saw-leipzig.de/de/projekte/wissenschaftsbeziehungen-im-19-jahrhundert (30.6.2019).

  4. 4Näheres bei: Marta Fischer, Heiner Kaden und Ortrun Riha, »Chemie, Pharmazie und Medizin in der Wissenschaftsgeschichte: Zur Konzeption eines biobibliographischen Lexikons zu den deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen im 19. Jahrhundert«, in Heiner Kaden und Ortrun Riha (Hg.), Studien zu Carl Julius Fritzsche (1808–1871) und Il’ja Il’ič Mečnikov (1845–1916). Quellenarbeit in der Wissenschaftsgeschichte (Relationes 1), Aachen 2008, S. 1–10; Marta Fischer, »Das biobibliographische Lexikon zu den deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen auf den Gebieten Chemie, Pharmazie und Medizin im 19. Jahrhundert«, in Relationes 6 (Fn. 1), S. 521–540.

  5. 5Marta Fischer, Russische Karrieren. Leibärzte im 19. Jahrhundert (Relationes 4), Aachen 2010, S. 121–123. 

  6. 6Ebd., S. 153–156. 

  7. 7Ebd., S. 40–43.

  8. 8Vgl. http://lib.rus.ec/b/191022/read (30.6.2019).

  9. 9Marta Fischer, Therapeuten zwischen Deutschland und Russland. Biobibliographisches Lexikon der Vertreter konservativer Fächer im 19. Jahrhundert (Relationes 24), Aachen 2018, S. 42–44.

  10. 10Marta Fischer, Akteure und Agentien. Biobibliographisches Lexikon der Pharmakologen zwischen Deutschland und Russland im 19. Jahrhundert (Relationes 14), Aachen 2014, S. 36–39.

  11. 11Relationes 24 (Fn. 9), S. 204–208. 

  12. 12Relationes 14 (Fn. 10), S. 23–27. 

  13. 13Relationes 24 (Fn. 9), S. 300–307.

  14. 14Marta Fischer, Operateure zwischen Deutschland und Russland. Biobibliographisches Lexikon der Vertreter operativer Fächer im 19. Jahrhundert (Relationes 21), Aachen 2018, S. 375–380.

  15. 15Marta Fischer, Lebensmuster. Biobibliographisches Lexikon der Physiologen zwischen Deutschland und Russland im 19. Jahrhundert (Relationes 9), Aachen 2012, S. 213–216.

  16. 16Ueber die Absonderung der Lymphe im Arme des Hundes (Berichte über die Verhandlungen der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig, Mathematisch-Physische Classe 25 [1873]), S. 95–157.

  17. 17Relationes 14 (Fn. 10), S. 207–210.

  18. 18Relationes 21 (Fn. 14), S. 588–597.

  19. 19Ebd., S. 283–285.

  20. 20Relationes 22 (Fn. 2), S. 30–38.

  21. 21Vgl. http://history-kazan.ru/kazanskij-nekropol/arskoe-kladbishche/16607-kandaratskie-mikhail-fedorovich-i-valerian-sergeevich (30.6.2019).

  22. 22Elena Roussanova, Deutsche Einflüsse auf die Pharmazie im Russischen Kaiserreich. Ein Handbuch (Relationes 19), Aachen 2016; dies., Deutsch-russische Beziehungen in der Chemie des 19. Jahrhunderts, Teil 1: Biobibliographien (Relationes 23), Aachen 2018 [ersch. 2019]; dies., Deutsch-russische Beziehungen in der Chemie des 19. Jahrhunderts, Teil 2: 
Institutionen (Relationes 27), Aachen 2019.

  23. 23Dietrich von Engelhardt, »Deutsch-russische Wissenschaftsbeziehungen um 1800 im europäischen Kontext«, in Relationes 6 (Fn. 1), S. 27–48.

  24. 24Oxana Kosenko, Kampf der Zellen. Die Entstehung der Immunologie im Wissenschaftsdreieck Russland – Deutschland – Frankreich (Relationes 17), Aachen 2015.

  25. 25Dies., Lebensfragen. Nikolaj Ivanovič Pirogov (1810–1881) als Erinnerungsfigur. Dargestellt anhand seiner Biografien (Relationes 20), Aachen 2017.

  26. 26Dies., Historische Konjunkturen. Die Erforschung der deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen (Relationes 25), Aachen 2019.

  27. 27Vgl. dagegen Ortrun Riha, »Umbruchzeiten. Pirogovs Autobiografie als medizinhistorische Quelle«, in Relationes 20 (Fn. 25), S. I–XXXVI. Dort wird Pirogovs Wahrnehmung des beginnenden Paradigmenwechsels in der Medizin der 1840er Jahre analysiert.
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Heft 21 (2020)
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ISSN:
1867-7061

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